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"Das lateinische Wort spiritus unterscheidet kaum zwischen Geist und Atem."

 

Unsere Einstellung zu Spirituosen und ihrer Qualität ist davon bekräftigt. In ihnen sehen wir eine Kultur – so alt wie die Menschheit selbst.

Spirituosen sind nicht nur Getränke, zelebrieren sie doch ein großes Fest der Lebensfreude, sprühender Philosophie und Freundschaft.

Ihre enorme Vielfalt lädt ein, den Geschmackssinn zu erkunden, zu schärfen, vielleicht sogar neu zu begreifen. Die edle Spirituose will in vollem Umfang ergründet werden – subtil, Nuance für Nuance.

Und wir von United Spirits sind überzeugt: Erlesene Destillate sind stets das Werk von Raffinesse, Neugier und Kennertum.

 

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WHISKY & WHISKEY

uisge beatha – zwei Wörter aus dem Schottisch-Gälischen, die im Jahre 1736 erstmals in vielen Niederschriften auftauchen. Ihre Bedeutung: Wasser des Lebens

Beinahe jeder kennt das Wort Whisky, doch erheblich weniger Menschen wissen, woraus und wie Whisky hergestellt wird. Grundsätzlich ist Whisky eine Spirituose, die aus Getreidemaische destilliert und im Holzfass gereift wird. Doch bereits hier beginnt sich die unendliche Welt von Whisky zu öffnen: Seit je wird gern und ausreichend experimentiert.

Während die einen auf reine Gerste schwören, sind die anderen von einer Maische mit bspw. höherem Anteil von Roggen oder auch Mais überzeugt. Hier verfügt jede Destillerie über ihre eigene und meist streng geheime Rezeptur. In der Regel jedoch wird die gemälzte Gerste den größten Teil ausmachen. Manch ein Brennmeister fügt Weizen in geringen Mengen zu seiner Maische, um den Whisky besonders geschmeidig werden zu lassen. Es gibt zudem Richtlinien: Im Falle eines echten Kentucky Straight Bourbons muss der Maisanteil zumindest 51 Prozent betragen.

Sehr ausschlaggebend für den speziellen Charakter eines jeden Whiskys ist auch das Wasser. Besonders in Schottland verfügt nahezu jede Brennerei über ihre eigene Quelle. Torfgehalt, Mineralien und Härtegrad spielen hierbei eine große Rolle.

Jeder einzelne Schritt bei der Verarbeitung verlangt Aufmerksamkeit und Können. Im Falle von Whisky ist eine große Leidenschaft jedoch ohnehin selbstverständlich, handelt es sich doch um eine Lebenseinstellung, weniger um reine Arbeit. Es beginnt mit dem Mälzen des Getreides, es folgt das Darren – hier entscheidet sich auch, anhand des Phenolgehalts im Rauch, wie hoch der jeweilige Torfgehalt des Whiskys sein wird. Nach dem Einmaischen und der Gärung beginnt der heikelste Abschnitt: das Destillieren selbst. Dieser Vorgang muss lückenlos überwacht werden, von einem geübten und erfahrenen Meister. Im Anschluss wird der junge Whisky zur Reifung im Eichenfass gelagert. Jedes Haus und jeder Brennmeister sind hierbei stets auf der Suche nach besten Hölzern (gebraucht, neu, gekohlt oder ungekohlt), besten klimatischen Bedingungen, dem ultimativen Zeitpunkt für die Abfüllung, und vor allem nach Wissen, das einem immerzu wachsenden Erfahrungsschatz hinzugefügt werden kann.

Whisky kann sehr jung sein, er kann mit einem Alter von durchschnittlich 12 Jahren als Single Malt abgefüllt werden, aber auch bis zu 40 Jahre oder noch älter sein. Sehr alte und gepflegte Destillate werden zumeist für einen Blend (eine gekonnte Vermählung aus mehreren Single Malts) herangezogen.

Wichtig beim Genuss von Whisky ist, sich mit dem Hersteller selbst zu befassen. Jeder Meister gibt Tipps, was bspw. das Hinzufügen von ein paar Tropfen Wasser betrifft, oder auch welche Trinktemperatur die Abfüllung haben sollte. Ein Whisky ist immer ein Unikat, und wer wüsste besser über dessen Eigenschaften Bescheid, als der Brennmeister persönlich? Nicht zuletzt sind verschiedene Gläser, in allen möglichen Designs, auf dem Markt, Kenner jedoch genießen ihren Whisky in einem sogenannten Nosing Glas – seine Form wurde gemacht, um der eigentümlichen Aromatik eines Whiskys den größtmöglichen Entfaltungsraum zu bieten.

Die Welt des Whiskys zu erkunden, kann Jahre in Anspruch nehmen. Doch eben dafür wurde er gemacht – um dem Verständnis von Zeit und Genuss näherzukommen.


RUM

rumbullion – das englische Dialektwort für Aufruhr oder Tumult. Man vermutet, dass sich daher auch das kurze Wort Rum ableitet. Nachvollziehbar wäre das gut, denn die Spirituose Rum blieb in seinen Anfangszeiten meist rauen und hartgesottenen Seeleuten vorbehalten.

Einst nur in den karibischen Ländern produziert, findet man heute weltweit begeisterte Häuser, klein und groß, die dieser Spirituose alle Ehre machen. Die Grundsubstanz eines Rums ist stets Melasse aus Zuckerrohr. In Ausnahmefällen wird direkt vom frischen Zuckerrohrsaft destilliert, es handelt sich dabei um die durchaus begehrte Spezialität des rhum agricole. Typisch und weit verbreitet ist jedoch eine süßliche Maische aus Melasse, Zuckerrohrsaft, Wasser und Zuckerrohr selbst. Bei jeder dieser Varianten muss das Destillat mindestens 37,5 Volumenprozent Alkohol beinhalten, um letztlich die Bezeichnung Rum tragen zu dürfen.

Nach der Fermentierung wird der sogenannte Zuckerwein sorgfältig destilliert – der weiße Rum, allerdings mit einem sehr hohen Alkoholgehalt zwischen 65 und 75 Prozent, ist somit fertig. Nun erfolgt eine Verdünnung mit destilliertem Wasser, um den frischen Rum auf, die vom jeweiligen Hersteller als optimal angesehene, Trinkstärke zu nivellieren.

Je nach Qualität des Rums selbst, wird bei der Abfüllung erneut Zucker zugegeben, damit seine typische Süße erreicht bzw. erhalten wird. Bei exklusiveren Abfüllungen wird darauf verzichtet, da der Herstellungsprozess selbst für eine Ausgewogenheit von Würze und Süße in der Textur sorgt.

Ähnlich wie bei Whisky und Cognac, zeichnet sich guter, qualitativ hochwertiger Rum durch die möglichst lange und meisterliche Reifung im Holzfass aus. Auch hier wird gerne experimentiert, so finden sich auch Abfüllungen am Markt, die viele Jahre in einem französischen Weinfass, im portugiesischen Portweinfass, oder auch einem ehemaligen Whiskyfass reifen durften. Kenner legen hierbei zudem ein Augenmerk auf die Solera-Methode, bei der Fässer der verschiedenen Jahrgänge übereinandergestapelt werden. Aus der untersten Reihe wird ein Drittel eines Rums entnommen, aus der jeweils nächstgelegenen Reihe oberhalb wird das Defizit ausgeglichen. Bis schließlich der jüngste Rum wiederum in die oberste der Fass-Reihen gefüllt wird, um über die Jahre bis nach ganz unten zu wandern.

Neben dem weißen Rum, der meist zwischen sechs und 30 Monate im Edelstahlfass reift, sind am Markt zahlreiche Abfüllungen zu finden, die nach dem System VO (3 Jahre im Eichenfass), VSOP (4 Jahre) und XO (6 Jahre) kategorisiert werden. Die Bezeichnung rum hors d‘age erhält allerdings nur ein Rum, der mindestens zehn Jahre im Eichenfass ruhen konnte.

Eine weitere Besonderheit stellt der Overproof Rum dar, eine Variante, die mit kräftigen 57 Prozent Alkohol – manchmal auch weit darüber – abgefüllt wird. Aufgrund ihrer reichhaltigen Würze und ihrer Intensität verwenden Barkeeper diese Spezialität gerne zum Mixen diverser Cocktails.

Sollten Sie Ihren Rum allerdings pur genießen wollen, empfehlen wir auch hier ein professionell gestaltetes Nosing Glas. Schließlich erobert diese uralte Spirituose nach wie vor die Welt – und in Sachen Würze, Aromatik und Holzigkeit gibt es bei Rum einiges zu entdecken.

 


GRAPPA

grappolo – ein italienischer Begriff für Traube. Und mit dem Wein ist der Grappa seit je eng in Verbindung.

Einst ein reines Nebenprodukt der Weinherstellung, hat der italienische Grappa einen weiten Weg des Aufschwungs hinter sich. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht – im Gegenteil finden sich Jahr für Jahr immer feinere und raffiniertere Abfüllungen des nunmehr hoch geschätzten Brandes am Markt.

Erstmals erwähnt wird der Grappa in Italien um das Jahr 1451. Ein Schriftstück über das Erbe eines Kellers, mitsamt Destillationsanlage und wesentlichen Beständen an Grappa, wurde im Piemont viele Jahre später entdeckt.

Gebrannt wird ein Grappa stets aus den Trestern der Rebe, also den Schalen der Weintrauben, die nach der Pressung zurückbleiben. Hier unterscheidet man zwischen Weiß und Rot: während bei der Rotweinherstellung die Trester mit dem Most vergoren werden, trennt man bei einem Weißwein die Flüssigkeit sofort von den Schalen. Daher kann im Falle der roten Trester direkt mit der Destillation begonnen werden. Bei weißen Trestern ist die Zugabe von ausgewählten Hefen nötig. Kenner geben hierbei, aufgrund der Naturbelassenheit, den roten Trestern den Vorzug.

Bei der Reifung und Lagerung eröffnet sich auch beim Grappa ein weites Feld. Wird der Brand in Eichenfässern, wie zumeist, gereift, verfügt er über einen herberen Geschmack. Auch üblich sind Fässer aus Kirschholz, wobei hier eine etwas süßlichere Textur angestrebt wird. Eine Reifung im Kastanienholz hat eine intensivere Farbgebung sowie einen süß-herben Geschmack zur Folge.

Die Klassifikation von Grappa hält sich an die, weltweit übrigens sehr geschätzte, Einfachheit des Destillats selbst. Man unterscheidet zwischen jungem Grappa ohne jede Fassreifung, im Holzfass gereiftem Grappa und altem Grappa, der mindestens sechs Monate im Fass verbringen muss. In weiterer Folge lassen sich die Brände noch in aromareiche, fruchtige oder trockene, geradlinige Varianten einteilen.

Getrunken wird Grappa am besten bei einer Temperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius, also Zimmertemperatur. Für geradlinigere Brände empfehlen wir ein Tumbler-Glas, bei den komplex angelegten, und oft sehr aromatischen Grappas, sollte man jedoch zum professionellen Nosing-Glas greifen. Letztlich kommen darin die subtilen Nuancen eines Destillats intensiv und vollends zur Geltung.

Zum Mixen weitestgehend ungeeignet, stellt ein Grappa einen typischen Aperitif oder oft auch Digestif dar. Seine milde Würze wirkt stets anregend und erfrischend. Er ist durchaus ein Brand, der stets eng mit seinem Ursprungsland verbunden blieb, schätzt man doch gerade in Italien die Leidenschaft und Lebensfreude hoch.

 


Wodka - Vodka

voda – das ist das slawische Wort für Wasser. Und es trifft die Wunschvorstellung zu dieser Spirituose punktgenau: kristallklar und rein wie Wasser soll ein Wodka sein.

Zumeist verfügt ein Wodka über einen soliden Alkoholgehalt von 40 Prozent, es gibt aber auch Ausnahmen, die mit bis zu 45 Volumenprozent abgefüllt werden. Als Maxime gilt der neutrale, weiche Geschmack, also die höchstmögliche Reinheit des Destillats.

Seinen Ursprung fand der Wodka im ehemaligen Königreich Polen, wo um das Jahr 1405, laut einer mittelalterlichen Niederschrift, das allererste Wässerchen, wie ihn seine Fans nennen, aus Roggen gebrannt wurde. Erst später, im 19. Jahrhundert, verwendete man die Kartoffel als den billigeren Rohstoff – diese Brände gelten jedoch bis heute als minderwertig.

Generell kann Wodka aus beinahe allen Rohstoffen destilliert werden, wobei der Vorzug, darin sind sich Kenner weltweit einig, den Getreiden gegeben werden sollte. Durch sie erreicht man das höchste Maß an Klarheit, Neutralität und Geschmeidigkeit, und diese sind nun einmal die wichtigsten Eigenschaften eines gelungenen Wodkas.

Was den Brennvorgang anbelangt, darf man bei Wodka von einer Ausnahme sprechen. Manche Häuser destillieren ihre Maische bis zu sieben Mal, oder, selten, sogar noch öfter. Ziel ist hierbei das Erreichen maximaler Geschmeidigkeit. Und auch bei der anschließenden Filtrierung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Wodka rinnt durch die verschiedensten Filter, die mit Stoffen, wie etwa Aktivkohle, Diamantstaub, Papier, Silber, Platin, Ozon oder Quarzsand versehen sind. Auch das Ausfrieren ist eine gängige, wenn auch nicht die beste, Möglichkeit zur Befreiung von unerwünschten Nebenprodukten. Zum einzigen Ziel haben all diese Methoden nur eins – einen Wodka von allen Verunreinigungen, hauptsächlich Fuselölen, zu befreien.

Eine lange Reifung ist bei Wodka nicht erforderlich und auch ungewöhnlich. Nur selten werden hier Experimente mit diversen Fässern oder ausgefallenen Lagerstätten gemacht. In der Regel lagert er bis zur Abfüllung in die Flasche in Gefäßen aus Glas, Stein oder Edelstahl.

Wie in den traditionellen Herstellungsgebieten, trinken Kenner und Liebhaber ihren Wodka pur und bei Zimmertemperatur. Jedoch auch ein gekonnt gemixter Cocktail ist ein großer Genuss – man denke nur einmal an den legendären Moscow Mule, der on the rocks serviert wird.

Das typische Wodka-Glas gibt es eigentlich nicht. In den häufigsten Fällen wird ein Wodka im Schnaps- bzw. Shot-Glas serviert und genossen. Die Priorität liegt bei dieser Spirituose ohnehin ganz woanders: möglichst ein makelloser Flüssigkristall im Glas soll es sein.


Allgemeine Informationen:

Wir führen aktuell über 500 Whiskys und edle Spirituosen - Tendenz steigend

Wir liefern ausschließlich an Personen ab 18 Jahren!

Alkohol kann gesundheitsschädlich sein. Trinken Sie verantwortungsvoll!

Es werden immer die Preise pro Flasche/Set/Gebinde angegeben. Der entsprechende Grundpreis pro Liter wird auch kalkulatorisch ausgezeichnet